Es ist wie immer eine Frage der Perspektive. Sicherlich ist Cloud Computing technologisch gesehen etwas Neues. Von jedem Standort dieser Erde mit verschiedensten Endgeräten problemlos auf seine Daten zugreifen zu können. Das ermöglicht völlig neue Organisationsformen.

Hinzu kommen immer neue so genannte IT-Services wie beispielsweise Infrastructure as a Service (IaaS), Software as a Service (SaaS) oder auch Business as a Service (BaaS) mit denen Unternehmen in die Lage versetzt werden, Teilbereiche oder auch ganze Funktionen und Prozesse an externe Dienstleister auszulagern. Auch aus dieser Perspektive muss von einer Neuigkeit gesprochen werden. Denn IT an Externe auszulagern war bis dato neu, für viele Unternehmen heute immer noch unvorstellbar. Insbesondere Sicherheitsfragen, Datenschutz und strategische Aspekte bzw. Wettbewerbsvorteile werden hier angeführt.

Und trotzdem vollzieht sich hier etwas, was es in der produzierenden Industrie schon seit Jahrzehnten gibt und was zum Beispiel in der Automobilindustrie gelebte Realität ist: Reduzierung der Fertigungs- (bzw. in der IT “Leistungs-) Tiefen, um eine größere Flexibilität und Anpassungsmöglichkeit an Veränderungen der Umwelt zu erreichen sowie die Fixkostenproblematik in den Griff zu bekommen.

Voraussetzung für eine nach Kriterien wie Strategie und Kernkompetenzen, Sicherheit, Kosten oder anderen wichtigen Aspekten konsistente Outsourcing-Strategie ist die exakte Definition von Services. Diese müssen so geschnitten sein, dass sie standardisiert und benchmarkfähig sowie modularisiert und austauschbar sind. Über betriebswirtschaftlich fundierte Kalkulationsverfahren können somit Make-or-buy-Entscheidungen ermöglicht werden.

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