Glaubt man den Analysten Gartners, werden 2017 schon drei von vier großen IT-Organisationen dem bimodalen Konzept folgen. Doch sind längst nicht alle Budgetfragen geklärt und es fehlt oft an den nötigen Skills, sowohl bei den CIOs als auch bei den Service-Providern. So warnt nun Forrester Research davor, dass Unruhe und Lähmung entstehe, wenn zwei IT-Bereiche um Ressourcen, Etats und die Aufmerksamkeit im Business kämpfen – es entstünde eine „Zwei-Klassen-IT“.

Vier große Problemherde lassen sich aus Sicht der Experten ausmachen:

  1. Zwei IT-Systeme führen zu mehr Komplexität und einer schlechteren Kultur. Es sei zu befürchten, dass sich die Kollegen der klassischen IT auf Dauer zurück gesetzt fühlen.
  2. Das bimodale Prinzip sei zu sehr technik- und zu wenig kundenzentriert. Crossfunktionale Rollen und übergreifende Multi-Channel-Modi ließen sich damit nur schwer erreichen.
  3. Zudem verstärke sich die Neigung, Backend-Systeme unangetastet zu lassen.
  4. Am Ende sei es gar möglich, dass die IT alle konzernweiten Veränderungen auf den Tisch bekäme – während sich andere Business-Units aus der Verantwortung stehlen und die IT isolieren.